Art: Fortbildung
Unterrichtseinheit: 2
Angebot im Wintersemester 2023
Vortragende*r: M. Onur Sentepe, Fatma Sentepe
Organisation: MUKommP – Ko.M.M.M.
Inhaltliche Voraussetzungen: Pädagog:innen der Elementarbildung, Primar- und Sekundarstufe
Beschreibung:
Frühe belastende Spracherfahrungen können langfristig negative Konsequenzen im Hinblick auf die emotionale und soziale Entwicklung des Kindes und damit einhergehend für den Zweitspracherwerb haben. Insbesondere in monolingual geprägten Kindergärten können zwei- und mehrsprachig aufwachsende Kinder besondere, der Einsprachigkeit der Einrichtung geschuldete, belastende Gefühle erfahren, wie zum Beispiel das Erleben von Ignoranz, Abwertung, Zwang, Macht und Ohnmacht etc., die mit der zu erwerbenden Sprache in zweierlei Zusammenhang stehen: Zum einen mit der Interaktion zu den Pädagoginnen und zum anderen auf der Ebene der Freundschaftsbeziehungen der Muttersprachler untereinander, in der unter anderem Praktiken, wie die Schaffung von „Prestigehierarchien“ (Dirim/Mecheril 2010, 100) und „(Wert-)Differenzierungen“ (ebd.,), zum Vorschein kommen können.
Ziel:
In dem Seminar geht es darum, wie der monolinguale Habitus die zwischenmenschliche Interkation, und wie sich daraus resultierende Emotionen auf den Zweitspracherwerb auswirken. Das Ziel dabei ist, die Förderung einer Bewusstseinsbildung und Professionalisierung von Pädagog/innen für eine zuschreibungsreflexive pädagogische Vorgehensweise im Kontext migrationsbezogener Lehr- und Lernprozesse.
Sprache: Deutsch
Datum: 08.01.2023
Ort: PH-Wien
Anmeldung: Zur Teilnahme müssen Sie sich in PH-Online als Studierende*r identifizieren.